Energiewende jetzt
- 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl hat uns die Tragödie von Fukushima endgültig vor Augen geführt, dass die Atomenergie ein verhängnisvoller Irrweg ist. Die Atomenergie ist nicht beherrschbar und zu verantworten. Dieser Irrweg muss so schnell wie möglich beendet werden.
Die einzige Alternative zur Atomenergie ist die erneuerbare Energie, aus Sonne, Geothermie, Wind und Biomasse.
" Der unverzügliche Wechsel zu erneuerbaren Energien ist keine Last, sondern die größte greifbare soziale und wirtschaftliche Zukunftschance!" (Herman Scheer, SPD MdB)
Deutschland ist mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung aus dem Jahre 2000 zum internationalen Vorbild für den Wechsel und für die Energiewende geworden. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist bei der Stromerzeugung von 4% in 1999 auf 17% in 2010 gestiegen, mit Investitionen von 120 Milliarden € und 340. 000 Arbeitsplätzen. Diese Investition wurde zu über 90 % getragen von Einzelpersonen, Landwirten, Genossenschaften und engagierten Stadtwerken.
Auch bei uns in der Region Westmittelfranken haben ca. 20.000 Menschen in den letzten 10 Jahren 1,7 Mrd. € in erneuerbare Energien investiert. Diese Investition hat bei uns vor Ort etwa 2.000 Arbeitsplätze geschaffen und wir können bereits heute 66 % des bei uns benötigten Stroms selbst erzeugen. Die in der Region verbleibende Wertschöpfung beträgt 100 Mio. € pro Jahr aus diesen Investitionen.
Dieser Kurs muss weitergefahren werden und insbesondere die Windkraft sollte entlang den beiden Autobahnen A 6 und A7 ausgebaut werden In etwa 5 Jahren könnte somit bei uns der Strom zu 145 % in der Region erzeugt werden und Westmittelfranken wäre ein Stromexporteur.
Wichtig dazu sind die politischen Rahmenbedingungen:
- Die Laufzeitverlängerung von CDU/CSU/FDP muss sofort zurückgenommen werden.
- Ausstieg aus der Atomenergie so schnell wie möglich.
- Die acht alten Meiler Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim I, Philippsburg I, Isar I, Unterweser und Krümmel müssen endgültig vom Netz.
- Konsequente Energiewende mit einem Mindestanteil von 40 % erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung im Jahre 2020.
- Weiterführung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz mit jährlich abgesenkten Einspeisevergütungssätzen , insbesondere bei den Photovoltaikanlagen und Abbau von bürokratischen Hemmnissen beim Ausbau der Windenergie, gerade in Bayern.
- Effizienzsteigerung und Energiesparen im Stromsektor, z.B. im Haushalt durch Verzicht auf "stand-bye", aber auch Einsatz von stromsparenden Geräten.
- Im Bereich der Wirtschaft ergeben sich ebenfalls viele Möglichkeiten, z.B. bei Druckluftanlagen, Pumpen, Kühlsystemen und Beleuchtungen.
- Auch im Wärmesektor gibt es viele Ansatzmöglichkeiten zum Einsatz der erneuerbaren Energie, wichtig ist aber die energetische Gebäudesanierung, da hier insbesondere im städtischen Bereich der Energieträger Gas im großen Umfang ersetzt werden muss. Dieser Energieträger ist in der Kombination mit den erneuerbaren Energie und der Kraftwärmekopplung wichtig für einen schnellen Ausstieg aus der Atomkraft und dem Klimaschutz.
- Details zum Thema "Klimaschutz mit Wachstum und Beschäftigung in der Region Westmittelfranken" finden Sie in der Studie von Blanka Weiss-Hardy und Wolfgang Gartzke
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